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„Liebe Gott mit ganzem Herzen, mit
aller Kraft, mit deiner ganzen Seele und deinem ganzen Gemüt!“ Liebt die
ganze Menschheit. Seht Gott in euren Söhnen und Töchtern, in eurem Ehemann oder
eurer Ehefrau. Seid wahr. Was ist das für eine Liebe, wenn man zuerst den einen
liebt und dann zum nächsten geht? Liebe, die sich wandelt, ist keine Liebe. So
sollten wir um der Liebe Gottes willen alle lieben, denn Er wohnt in jedem
Herzen. Es gibt kein Herz ohne Ihn. Wir sollten rein und nur Gott allein
ergeben sein, nicht anderen. Selbst wenn ihr euren Meister liebt, liebt ihn
deshalb, weil Gott in ihm ist. Der Menschensohn, in dem jene Kraft wirkt, ist
gesegnet; und diese Kraft ist auch in euch. So könnt ihr also die Liebe eures
Ehemannes gewinnen und er wird alles für euch tun, sage ich euch. Die Meister
erklärten diese Dinge auf weltliche Art. Ein Mahatma sagte: „Die Meister sind
die Arbeiter im Hause Gottes, was sie auch tun, Gott verwehrt ihnen nichts, sie
sind Seine geliebten Söhne!“ Maulana Rumi (persischer Heiliger) sagt: „Wenn ein
Pfeil vom Himmel herabgeschossen wurde, so hat der Meister (wer ist der
Meister? Gott in ihm, nicht der menschliche Körper) die Macht, den Pfeil mitten
im Flug umkehren zu lassen.“ Die Frage erhebt sich: „Ist er größer als Gott?“
Nein! Gott liebt ihn. Was immer er - Gott in im tut - das nimmt Gott an. Der
Meister sagt: „Wir sind gebunden, oh Gott! Du aber kannst uns befreien. Doch
wer wird Dich befreien? Du bist durch die seidenen Bande der Liebe gebunden,
die stärker sind als Ketten aus Eisen!“ Das ist der Weg, wie wir diesen Zusand
erreichen können. Was erkennt dann die Seele? Sie erkennt: „Niemand auf Erden
ist glücklicher als ich!“, denn Gott liebt sie. Wenn eine
Frau weiß, daß ihr Mann sie liebt, wie glücklich fühlt sie sich! Ein solcher
Liebender Gottes - oder die Liebende - würde ich jetzt sagen (denn unser wahrer
Ehemann ist Gott, Er ist der Ehemann der Seele, nicht des Körpers. Für den
Körper haben wir unsere Gefährten; unsere Körper sind für sie) - spürt, daß
Gott sie liebt. Wie glücklich ist jede Frau, die im Herzen überzeugt ist, daß
ihr Ehemann sie liebt! Wenn du fühlst, daß Gott dich liebt, gibt es nichts mehr
zu sagen und auch nichts mehr, worum man bitten müßte. Ein Gebet kommt aus dem
Herzen eines schwachen Menschen. Wenn man im Schoß Gottes ist, nd wenn man von
Seiner Größe überzeugt ist, wenn Gott dein ist du Sein bist, dann betet man
nicht. Hat eine
Frau, die mit ihrem Ehemann verheiratet ist, sich je darum gekümmert, wie für
sie gesorgt wird? Hier im Westen ist das anders: auch die verheirateten Frauen
beginnen einen Beruf nachzugehen; doch im Osten kümmert sich eine Frau, wenn
sie verheiratet ist, niemals darum, woher sie Kleider oder Essen bekommt. Sie
sagt: „Ich bin verheiratet.“ Wenn ihr zu Ihm gehört, liegt es an Ihm, sich um
Euch zu kümmern. Das sind die Gefühle eines Gottliebenden oder einer Ehefrau.
Kommt jemand zu ihr und fragt sie, welche Erfahrung sie erhielt, so wird sie
sagen: „Ich sah die strahlendste aller Sonnen in mir aufgehen!“ |