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Seid wahr in Gedanken, Worten und
Taten. Macht keine
falschen Versprechungen. Laßt denken und sprechen nicht voneinander verschieden
sein, sondern laßt Herz, Verstand und Zunge übereinstimmen. Was ist das
Kennzeichen, daß das, was ihr sagt, wahr ist? Wenn eure Zunge, euer Verstand
und euer Gemüt mit dem übereinstimmen, was ihr in eurem Herzen habt. Könnt ihr
dann etwas Schlechtes tun? Manchmal tun wir etwas und wenn später jemand danach
fragt, sagen wir: „Ich habe nichts getan.“ Ist das nicht eine Lüge? Wenn ihr
einmal lügt, müßt ihr noch hundertmal lügen, um diese Lüge abzudecken. Erkennt,
wie wir uns selbst immer mehr Dornen schaffen! Einen wahrhaftigen Menschen
könnt ihr jederzeit etwas fragen, und er wird immer dasselbe antworten; er muß
nicht nachdenken, was er sagen soll. Doch einer, der lügt, muß nachdenken:
„Diesem habe ich es so erzählt, den anderen so!“ Er versucht die ganze Zeit,
etwas zu verbergen. Doch die Katze muß aus dem Sack. Eines ist:
wenn ihr wahrhaftig seid, könnt ihr euch ändern. So brauchen wir als erstes
Wahrhaftigkeit. Doch nicht so, daß jeder es sieht. Ihr seht es, Gott in euch
sieht es, die Meisterkraft in euch sieht es. Deswegen sage ich: Seid wahr zu
eurem eigenen Selbst! Wenn ihr wahr seid
zu eurem eigenen Selbst, seid ihr wahr zu Gott, zu eurem Meister. Wenn ihr
wahr seid zu eurem eigenen Selsbt, braucht ihr niemanden auf der Welt zu
fürchten - nicht einaml in den drei Welten. Das ist das erste, was erforderlich
ist. Und
weiterhin, wenn ein Gott-im-Menschen - der menschliche Pol, in dem er sich
offenbart - euch auf den Weg stellt und euch eine innere Verbindung gibt, dann
ist jene Gotteskraft der wahre Meister, nicht der Menschensohn. Er wohnt in
euch. Könnt ihr irgendetwas Schlechtes oder Böses tun, wenn ein fünfjähriges
Kind bei euch sitzt? Ihr tut es lieber im Geheimen. Unser Meister sagte immer:
„Wenn ein fünfjähriges Kind bei euch sitzt, möchtet ihr schlechte Dinge
geheimhalten.“ Wenn ihr Schlechtes tun wollt, vermeidet ihr es dabei, gesehen
zu werden, obwohl die Gotteskraft selbst in uns ist und jede unserer Handlungen
beobachtet. Wie könnt ihr also irgendetwas Schlechtes tun? Habt Ehrfurcht
davor! Einmal
geschah es in meinem Leben, daß viel Propaganda gegen mich gemacht wurde. Der
Meister hatte mich gebeten, zweihundertfünfzig Menschen beim monatlichen
Satsang zu initiieren. Natürlich entsteht dadurch Konkurrenzdenken, und so
begann die große Propaganda gegen mich. ich blieb still, denn ich war wahr zu
meinem eigenen Selbst. Ich wußte: „Gott ist in mir, der Meister ist in mir!“
Sie richteten es so ein, daß ich acht Monate lang nicht mit dem Meister
sprechen konnte - solch einflußreiche Leue waren daran beteiligt. Einmal war
mein älterer Bruder, der auch initiiert war, bei mir und ich sagte ihm: „Wenn
du zum Meister gehst, dann frag ihn gelegentlich, ob ich eine Sünde begangen
habe.“ (Doch die Augen meines Meisters bestätigten es mir bereits, versteht
ihr?) Als mein Bruder ihn fragte, sagte der Meister. „Er hat nichts Falsches
getan, weder wissentlich noch unwissentlich. Aber ungewöhnlich ist, daß er,
obwohl soviel über seinen Kopf hinwegging, niemals zu mir gekommen ist, um zu
sagen, daß die Propaganda, die verbreitet wird, nicht richtig ist.“ Ich hatte
meinem Meister niemals eine Frage gestellt, außer zwei oder drei zu Beginn, als
ich ihn traf. So bat ich ihn natürlich: „Ich möchte gern ein paar Minuten zu
dir kommen!“ - „Ja, du bist willkommen!“ - In der Nacht, als alle gegangen
waren, sagte er: „Komm und schließ die Tür!“ Ich saß bei ihm und sagte zu ihm:
„Meister, ich bin deswegen nicht zu dir gekommen, weil ich weiß, daß du in mir
bist, jede einzelne Handlung beobachtest und selbst den zukünftigen Verlauf
meiner Handlungen siehts. Das ist der Grund weshalb ich nicht zu dir kam.“ Seid wahr,
sage ich euch. Das ist eine sehr wichtige Eigenschaft. Doch wir kümmern uns
nicht darum. Wir verkaufen den Propheten Joseph um ein paar lächerliche Münzen.
Ihr verspielt euer ewiges Leben für ein paar weltliche Dinge. Seid wahr. Habt Ehrfurcht: „Er sieht
mich! Er beobachtet mich!“ Das sind zwei Voraussetzungen (für den spirituellen
Fortschritt). Das dritte
ist: Er gibt euch eine Verbindung mit jener Kraft, dem Wort , und zeigt euch,
wie ihr euch nach innen erheben könnt und mit Naam oder dem Wort, dem Licht-
und Tonprinzip in Verbindung kommen könnt. Seid regelmäßig und kommt täglich
damit in Verbindung. Das ist das Brot des Lebens. Versäumt es nicht. Wenn ihr
es tut, was wird dann geschehen? Ihr werdet von Tag zu Tag fortschreiten und
inneren Frieden und innere Freude erlangen. Alle Gebete die ihr sprecht und
alle äußeren Formen der Verehrung werden gesegnet sein. Wenn ihr betet, werdet
ihr Ihn vor euch sehen. Was ihr in den Schriften lest. Wird dann immer lebendig
für euch sein. Diese Dinge werdet ihr erfahren, und ihr werdet allen Frieden
erlagen. Wenn eure Seele zurückgezogen wird, kommt ihr mit der Gotteskraft in
Verbindung. Je mehr unser Bewußtsein mit dem All-Bewußtsein in Verbindung
kommt, desto mehr wird es vor Freude, Frieden und Allwissenheit überfließen. |